{German} Das LKJ Bildungsseminar

Am Sonntag ging es für das erste Grüppchen FSJKler (auf Deutsch: Freiwillige des Freiwilligen Sozialen Jahr Kultur) in das wunderschöne kleine Örtchen Werftpfuhl (fahrt die S7 bis zur Endstation, dann mit einer Bummelbahn nach Werneuchen, und von dort nochmal mit einem Bus, der einmal pro Stunde fährt, weiter in die Pampa. Dort findet ihr Werftpfuhl) zur Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein. Und hier, ja hier, findet zurzeit das erste Bildungsseminar statt.

Und was soll ich sagen. Es macht riesig Spaß! Unglaublich, dass manche Leute, wie das LKJ Team und die Werkstättenleiter, es tatsächlich auch drauf haben, einem mit viel Spaß noch etwas beizubringen.
… auch wenn die allmorgendliche Warm Up Spielchen bisher echt nicht auf allgemeine Begeisterung stoßen (auf meine auch nicht. ;P)

Am Sonntag war erstmal noch das große (Wieder-)Kennenlernen angesagt, unter anderem mit abendlichen Speed Dating, Reflexionsrunden wie es in unseren Einsatzstellen bereits ergangen ist, und bereits einer Programmvorbereitung für den nächsten Tag.
Abends wurde nach dem Speed Dating für uns die Bar aufgeschlossen — ein bisschen spärlich fiel die aber schon aus. Bier und Wein, aber ansonsten nur Wasser und, ich meine, Apfelsaft. Softdrinks Fehlanzeige, aber die gibt es in einem Automaten.

Montag nahmen wir dann vormittags eine große Debattenrunde in Angriff, wo wir uns zu vier Kulturstreitfragen (z.B. “Soll Kultur zur Bürgerpflicht erklärt werden?”) äußerten. War ganz spannend, besonders, wie einige das ganze etwas zu ernst genommen haben — und andere dann so gar nicht. ;D
Nachmittags dann ein kleines Ründchen zum Thema Projektvorbereitung, und zu “Kommunikationsproblemen”, bzw. wie man diese vermeidet (Deutsch 12. Klasse und Paul Watzlawick lassen grüßen! Frau Zenses wäre stolz auf uns gewesen…).

Heute wurde es dann spannend: unsere Werkstätten, die wir am Sonntag auswählen durften, standen seit gestern Abend fest, und heute ging es mit denen los. Meine Erstwahl war ursprünglich “Interkulturelles Fitnesstraining” gewesen, meine Zweitwahl, bei der ich jetzt aber auch gelandet bin, war im Endeffekt aber ohnehin die bessere Wahl: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Heute haben wir uns zunächst der Pressearbeit gewidmet, Fragen gestellt, die uns beschäftigen (und demnach heute und die nächsten Tage innerhalb des Programms auch beantwortet werden), außerdem uns eine Übersicht über die vier Hauptmedien (Radio, Fernsehen, Print und Internet) verschafft und nachmittags… Journalisten gezeichnet. Jaha!
Morgen geht es dann weiter, indem wir Pressemitteilungen selbst schreiben, um mal zu schauen, wie es funktioniert.
Es macht so unglaublich Spaß!

Und unser Trüppchen ist nach wie vor unglaublich klasse. So viele junge Leute, die vor Ideen und Motivation übersprudeln (es sei denn, es ist halb zehn und unsere Betreuer wollen uns ihre Warm Up Spiele ans Herz legen. AU JA! ;D). Langsam kennt man auch immer mehr Namen, zumindest von denen Menschen, mit denen man jetzt in den Werkstätten oder während der Mittagspause zu tun hat.

Erwartet definitiv weitere Berichte! Mir gefällt es so sehr hier. Und die Hälfte ist schon rum, Freitag ist alles wieder vorbei… ich werde sehr traurig sein, besonders weil es für mich (jetzt definitiv) mein erstes und sogleich auch letztes Bildungsseminar ist.
(Naja — selber Schuld?)

in Life.