{German} Talente

Als ich klein war, wollte ich Schriftstellerin werden. Unbedingt. Die erste Geschichte überhaupt schrieb ich in der ersten Klasse. Sie war grandiose sieben Zeilen lang und hieß “Die Pusteblume”. Danach kam noch so einiges, in der vierten Klasse wollte ich, ganz ambitioniert, gleich einen Roman schreiben. Auf dreißig Seiten hat es die Geschichte immerhin geschafft, ist aber nie fertig geworden.

Dann lag das Projekt “Autorin Dani” lange brach, bis ich ungefähr in der siebten Klasse (2003/2004) erneut anfing. Diesmal achtzig (A4 Word-) Seiten, erster Entwurf. Den zweiten gab es nie, zumindest nicht beendet. Ich zeichnete fieberhaft die Protagonisten dieser Geschichte, habe bis heute zu Hause noch Mappen mit den Skizzen und Kritzeleien stehen. Entwickelte eine ganze Welt in meinem Kopf, änderte sie alle paar Tage, kam durcheinander, und merkte letztendlich, dass die ganze Idee nur ein jämmerlicher Abklatsch meines damaligen Lieblingsbuches war. Schade.

Überhaupt scheinen meine Geschichten entweder nur Kopien bereits entstandener Werke zu werden, oder aber unfertig (weil nicht realisierbar) in einer Schublade zu verschwinden. Im “Idealfall” sogar beides.
Ich war zumindest in der Grundschulzeit immer “die, die Geschichten schreibt”. Schenkte meinem damals besten Freund ein kleines Märchen über die Entstehung von Vulkanen zum Geburtstag. Schrieb immer irgendwas.

Und naja, jetzt blogge ich und weiß nicht mal so genau worüber, außer den fast-alltäglichen Filmberichten. Ist das Kreativität?